Hundepension "Grisette"
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   Taco befindet sich auf einer Pfelgestelle im Jura, bis ein neues Zuhause gefunden wird.
10. November 2018: Katzentest mit Taco


Name:                     Taco
Geboren:                März 2016
Rasse:                    Galgo espanol

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                   60 cm / 24 Kg

April 2018 Vorstellung von Taco :
Taco befindet sich zur Zeit noch in unserem spanischen Partnertierheim Galgo Freedom. Er kommt wenn alles klappt im Mai zu uns in die Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird. Hier der Bericht aus Spanien zu seiner Geschichte:
TACO gehörte einem Galguero und hatte das Unglück als er rann zu stolpern und sich beide Sehnen der rechten Vorderpfote zu brechen. Der Galguero bechloss ihn zu erhängen aber der Betreuer unserer Pflegestelle kannte der Galguero, ging ihm auf die Spur und hat ihn überreden  können, ihm den Hund zu geben.

  

Wir haben beschlossen ihn sofort zu operieren aber die Postoperativer Behandlung war nicht leicht weil er sich nicht bewegen konnte und das ist für einen Galgo fest unmöglich. Er ist jung, sehr lieb und verschmust und hat wunderschöne Augen. Er ist jetzt 2 Tage bei uns und obwohl wir versuchen, dass er nicht rennt, geniesst er seine neue Freiheit und ist enorm dankbar. Alles was wir für ihn tun wird mit Liebe "zurückgegeben" und er weicht nicht von unserer Seite.


  
 

Falls Sie Taco kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause geben möchten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Taco ist
geimpft, gechippt, kastriert, verzollt, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 500.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.

09. Mai 2018 Taco ist angekommen :
Letztes Wochenende ist Taco wohlbehalten im Jura angekommen. Vielen lieben Dank an Shinrais Frauchen Petra für das Abholen am Flughafen und das Entgegenbringen Richtung Jura und für die Übernahme der Porterservicekosten.

Die ersten beiden Tage hier bei uns wollte Taco von niemandem etwas wissen, weder von den anderen Hunden noch von uns Menschen. Er durfte direkt ins Familienrudel einziehen und die anderen Hunde akzeptieren sehr gut, dass er seine Ruhe haben wollte.
Er musste auch an der Leine zum Versäubern in den Garten geführt werden und schlief fast den ganzen Tag.

Tacos zweiter Tag im Jura (movie)
Einzug ins Familienrudel (movie)
Insekten sind doof (movie)




In der Zwischenzeit geht er selbstständig in den Garten und kommt auch wieder rein  und die Schleppleine ist nicht mehr nötig. Er hat auch schon ein paar zaghafte Kontaktaufnahmen gegenüber mir gemacht. Ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird und wie lange es dauern wird, bis er einen glücklicheren Eindruck macht.



24. Juni 2018 Taco lebt sich langsam ein :
Unterdessen hat Taco mir gegenüber keinerlei "Berührungsängste" mehr, Männer findet er aber eher noch gruselig und geht ihnen lieber aus dem Weg. Auf den Spaziergängen läuft Taco sehr angenehm an der Leine, mit Umweltreizen wie zB Strassenverkehr hat er keine Probleme. Es wäre schön, wenn er bald das richtige Zuhause finden würde bei jemandem, der ihm die Zeit gibt die er braucht um "anzukommen". Hier noch ein paar Videos und Fotos der letzten Tage:

Taco der Schmuser (movie)
Taco und Nikan (movie)
Tacos "spanische 5 Minuten" (movie)
Tacos "spanische 5 Minuten" Vol. 2 (movie)
Spielverderberin Pauline (movie)





01. Juli 2018 Tacos Pfote :
Tacos Pfote am rechten Bein, wo er die Sehnen gerissen hatte, sieht ein bisschen anders aus als sie das sollte, und zwar so:



Wir haben nun unseren Chirugen angefragt, wie das kommt und ob weiter etwas abgeklärt werden muss / sollte, hier seine Antwort:

Bei Taco sind beide Beugesehnen der 3 +4 Zehe gerissen. Ist eigentlich kein Problem. Durch die Verlängerung der Zehe besteht eine etwas grössere Verletzungsgefahr. Die Krallen sollten deshalb immer kurz geschnitten werden. Weiter OP macht keinen Sinn.

02. Juli 2018 Trainingstag mit Taco :
Gestern war mal wieder Trainingstag mit Elke im Rahmen unseres Projektes «Tierschutzhund mit Mehrwert». Einer der Kandidaten war Taco. Für mich ist es auch immer interessant, wie jemand anders «meine Hunde» sieht, wie zum Beispiel Elke als erfahrene Hundetrainerin :  
Da Taco fremden Menschen gegenüber noch kein Vertrauen schenkt und er auch keine Leckerli von mir nehmen konnte, bestand unser ‘Training’ mit Taco nur in einem Spaziergang mit Pauline und Sandra. Es war ziemlich warm und der Wald bot ebenfalls kaum Abkühlung. Warum Taco für den Moment mit Menschen mal abgeschlossen hat, darüber kann man nur rätseln. Wir können aber von seiner Vorgeschichte daraus ausgehen, dass er mit Menschen sehr schlechte Verknüpfungen gemacht hat, wohl auch verbunden mit seinen Sehnenrissen und den damit verbundenen Schmerzen. Er möchte mit Menschen erstmal nichts zu tun haben. So lief er einfach an der Leine mit, mal hinten, mal etwas vorne. Schnupperte mal kurz im Vorbeigehen an der Hand, konnte aber auch da keine Leckerli nehmen, auch keine auf den Boden geworfenen. Auf direkte Annäherung, längeres Anschauen oder Ansprache reagiert er mit Meideverhalten und Rückzug. Nicht panisch, einfach so, dass sein Sicherheitsabstand gewahrt bleibt. Ähnlich wie Pauline damals bei den allerersten Spaziergang in meiner Anwesenheit. Umweltängste (Autos, Motorräder, etc.)  zeigt Taco keine, es sind wirklich die ‘Menschen’, die ihm Mühe machen.
 
Taco ist ein sensibler Hund, der einfach erst wieder die Sonnenseiten des Lebens entdecken muss. Interessenten sollten sich bewusst sein, dass es vielleicht auch etwas länger gehen kann, bis Taco auftaut. Vor allem bei fremden Personen, seine direkten Bezugspersonen wird er ziemlich schnell ins Herz schliessen, wobei er mit Männern mehr Probleme als mit Frauen hat. Wer kann ihm das verdenken ? Prognosen über die Entwicklung von diesen scheuen, misstrauischen Hunden sind immer sehr schwierig, weil das sehr vom Umfeld und Geschick der neuen Menschen abhängig ist. Nur so viel, ein ruhiges Umfeld mit wenig ‘Laufkundschaft’ und eventuell auch einem souveränen Ersthund wäre sicher wünschenswert.
 
Ich bin jedenfalls gespannt wie er sich bis zu meinem nächsten Besuch machen wird !  
Grüessli
Elke

15. August 2018 2. Trainingstag und sonstige News :
Letzten Sonntag fand ein weiterer Trainingstag statt. Hier Elkes Bericht dazu:  
Am Sonntag war wieder Trainingstag bei Sandra und diesmal hat mich Natalie Juchli von www.paradogs.ch begleitet. Sie wollte Sandra und auch Zafiro mal persönlich kennenlernen. Da sie selber Hund-Mensch-Training anbietet und eine Hundeschule hat, haben wir sie grad für unsere Sessions mit eingespannt 
 
Eigentlich wollten wir mit Taco Begegnungstraining machen. Wir hatten auch alles schön aufgegleist, aber Zafiro hat uns dann einen Strich durch unseren Plan gemacht. Er wollte so gar nicht mit Natalie vorauslaufen und als der dann sah, dass Sandra, ich und Taco noch hintennach kamen, da war dann auch mit den besten Überredungskünsten nichts mehr zu machen. Training heisst ja immer auch flexibel zu sein und sich der Situation anzupassen – so haben wir dann mit Taco Training an für ihn angstauslösenden Reizen gemacht.
 
Das war einmal Natalie mit Zafiro und einmal meine Wenigkeit. Wobei ich auch denke, dass bei Natalie und Zafiro, Natalie für Taco der gruseligere Teil war  Im Wesentlichen handelt es sich bei der Technik um Click-for-Blick, aber ohne Click bzw. Markersignal, weil Taco kein Markersignal kennt. Spielt aber keine so grosse Rolle hier. Sandra’s Aufgabe war ihm genügend Raum zu lassen und die Leine nicht zu kurz zu lassen und Taco zu belohnen, wenn er sich vom Auslöser wieder ihr zuwendet. In diesen gestellten Szenen ist der Abstand zu Taco immer so zwischen 2 – 3 Metern. Beim anschliessenden Spaziergang waren wir aber viel enger zusammen und es war kein Problem für ihn, solange man ihn nicht ansprach und ignorierte.

Auf dem ersten Video sieht man also Sandra und Taco, nicht im Bild ist Natalie und Zafiro. Sie stehen aber dort

 
Nachdem stehen aber sehr gut ging, haben wir etwas Bewegung ins Spiel gebracht und Natalie und Zafiro spazierten vorbei. Auch damit kam Taco gut zurecht, auch wenn er schon angespannt und etwas verunsichert ist. Wichtig ist, dass er für sich immer eine Lösung finden kann. Für mich war der Indikator ob Training überhaupt möglich ist bzw. eine positive Erfahrung für ihn sein kann, dass er nicht in den Fluchtmodus fällt und versucht sich der Situation zu entziehen. Deswegen achten wir auch so darauf, dass er durch die Leine nur minim eingeschränkt wird.
 
 
Für Taco viel schwieriger war dann ich als Person, die dann mit Sandra zu reden anfängt. In solchen Situationen würde ich jetzt Taco an eine Futtertube andocken lassen, solange der fremde Mensch dasteht und man eh mit reden abgelenkt ist. Auch hier, ein Schritt näher, wäre zu viel für Taco gewesen. Das heisst für ‘im echten Leben’ mit einem so unsicheren Hund – fremde Personen werden auf Distanz gehalten und gebeten diese auch einzuhalten  Wobei er hier auch die Hühner im Hintergrund seeeeehhhr spannend findet.
 
 
Sandra wollte dann auch noch Taco läuft an Hund vorbei zeigen, was auch gut funktionierte. Aber hier sieht man dann gut, dass Taco an seiner Kapazitätsgrenze angekommen war…sehr schreckhaft ist und nach dem Vorbeilaufen auch die Distanz schnell vergrössern möchte.  Das war auch der Schluss von dem kurzen Training mit ihm.
 
 
Danach ging’s dann auf eine kleine Waldrunde, was er dann wieder angenehmer und auch spannend fand. Und im Gegensatz zum letzten Mal konnte er diesmal sogar von mir hingeworfene Leckerli nehmen und eines ging sogar aus der Hand hinter meinem Rücken.
 
Bei so unsicheren und ängstlichen Hunden ist es immer eine Gratwanderung zwischen ‘ist Training zumutbar’ oder ‘zu viel Stress’. Bei Taco denke ich ganz klar, dass er von solchen Situationen durchaus profitieren kann. Er kann während der ganzen Zeit Futter nehmen und entspannt auch immer wieder. Ein wilder Draufgänger wird er aber wohl nie werden.
Grüessli
Elke
 
Hier nun noch ein paar neue Fotos und Videos der vergangenen Wochen. Taco fehlt übrigens einer der Eckzähne. Der musste in Spanien bei der Zahnreinigung entfernt werden, weil er ganz schief stand, wieso ist nicht bekannt.

 
Bisher kam – erstaunlicherweise – leider noch gar keine Anfrage für den hübschen Taco. Er braucht sicher Geduld und Zeit bis er dem Menschen - vor allem Männern - vertraut. Aber mit ein bisschen Feingefühl und Zeit wird es sicher gut.

02. November 2018 Taco und das Bällchen :
Ich bin gerade am Aufräumen und Sortieren meiner unzähligen Fotos und Videos, dabei bin ich auf dieses Video hier vom Mai "gestolpert", das ich euch zeigen möchte. Vielleicht hilft das ja Taco, doch irgendwann mal noch ein Zuhause zu finden......:

10. November 2018 Katzentest mit Taco :
Taco durfte während unseren Ferien zu Linda und Hope umziehen. Er hat sich dort gut eingelebt und daher haben wir entschieden, dass er bis zur Vermittlung dortbleiben darf. Hope freut sich auch über ein Windhund-Gschpänli. Und mit Lindas Katzen gibts auch keine Probleme: