Hundepension "Grisette"
Startseite


   Taco befindet sich bei uns in der Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird.
02. Juli 2018: Trainingstag mit Taco


Name:                     Taco
Geboren:                März 2016
Rasse:                    Galgo espanol

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                   60 cm

April 2018 Vorstellung von Taco :
Taco befindet sich zur Zeit noch in unserem spanischen Partnertierheim Galgo Freedom. Er kommt wenn alles klappt im Mai zu uns in die Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird. Hier der Bericht aus Spanien zu seiner Geschichte:
TACO gehörte einem Galguero und hatte das Unglück als er rann zu stolpern und sich beide Sehnen der rechten Vorderpfote zu brechen. Der Galguero bechloss ihn zu erhängen aber der Betreuer unserer Pflegestelle kannte der Galguero, ging ihm auf die Spur und hat ihn überreden  können, ihm den Hund zu geben.

  

Wir haben beschlossen ihn sofort zu operieren aber die Postoperativer Behandlung war nicht leicht weil er sich nicht bewegen konnte und das ist für einen Galgo fest unmöglich. Er ist jung, sehr lieb und verschmust und hat wunderschöne Augen. Er ist jetzt 2 Tage bei uns und obwohl wir versuchen, dass er nicht rennt, geniesst er seine neue Freiheit und ist enorm dankbar. Alles was wir für ihn tun wird mit Liebe "zurückgegeben" und er weicht nicht von unserer Seite.


  
 

Falls Sie Taco kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause geben möchten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Taco ist
geimpft, gechippt, kastriert, verzollt, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 500.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.

09. Mai 2018 Taco ist angekommen :
Letztes Wochenende ist Taco wohlbehalten im Jura angekommen. Vielen lieben Dank an Shinrais Frauchen Petra für das Abholen am Flughafen und das Entgegenbringen Richtung Jura und für die Übernahme der Porterservicekosten.

Die ersten beiden Tage hier bei uns wollte Taco von niemandem etwas wissen, weder von den anderen Hunden noch von uns Menschen. Er durfte direkt ins Familienrudel einziehen und die anderen Hunde akzeptieren sehr gut, dass er seine Ruhe haben wollte.
Er musste auch an der Leine zum Versäubern in den Garten geführt werden und schlief fast den ganzen Tag.

Tacos zweiter Tag im Jura (movie)
Einzug ins Familienrudel (movie)
Insekten sind doof (movie)




In der Zwischenzeit geht er selbstständig in den Garten und kommt auch wieder rein  und die Schleppleine ist nicht mehr nötig. Er hat auch schon ein paar zaghafte Kontaktaufnahmen gegenüber mir gemacht. Ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird und wie lange es dauern wird, bis er einen glücklicheren Eindruck macht.



24. Juni 2018 Taco lebt sich langsam ein :
Unterdessen hat Taco mir gegenüber keinerlei "Berührungsängste" mehr, Männer findet er aber eher noch gruselig und geht ihnen lieber aus dem Weg. Auf den Spaziergängen läuft Taco sehr angenehm an der Leine, mit Umweltreizen wie zB Strassenverkehr hat er keine Probleme. Es wäre schön, wenn er bald das richtige Zuhause finden würde bei jemandem, der ihm die Zeit gibt die er braucht um "anzukommen". Hier noch ein paar Videos und Fotos der letzten Tage:

Taco der Schmuser (movie)
Taco und Nikan (movie)
Tacos "spanische 5 Minuten" (movie)
Tacos "spanische 5 Minuten" Vol. 2 (movie)
Spielverderberin Pauline (movie)





01. Juli 2018 Tacos Pfote :
Tacos Pfote am rechten Bein, wo er die Sehnen gerissen hatte, sieht ein bisschen anders aus als sie das sollte, und zwar so:



Wir haben nun unseren Chirugen angefragt, wie das kommt und ob weiter etwas abgeklärt werden muss / sollte, hier seine Antwort:

Bei Taco sind beide Beugesehnen der 3 +4 Zehe gerissen. Ist eigentlich kein Problem. Durch die Verlängerung der Zehe besteht eine etwas grössere Verletzungsgefahr. Die Krallen sollten deshalb immer kurz geschnitten werden. Weiter OP macht keinen Sinn.

02. Juli 2018 Trainingstag mit Taco :
Gestern war mal wieder Trainingstag mit Elke im Rahmen unseres Projektes «Tierschutzhund mit Mehrwert». Einer der Kandidaten war Taco. Für mich ist es auch immer interessant, wie jemand anders «meine Hunde» sieht, wie zum Beispiel Elke als erfahrene Hundetrainerin :  
Da Taco fremden Menschen gegenüber noch kein Vertrauen schenkt und er auch keine Leckerli von mir nehmen konnte, bestand unser ‘Training’ mit Taco nur in einem Spaziergang mit Pauline und Sandra. Es war ziemlich warm und der Wald bot ebenfalls kaum Abkühlung. Warum Taco für den Moment mit Menschen mal abgeschlossen hat, darüber kann man nur rätseln. Wir können aber von seiner Vorgeschichte daraus ausgehen, dass er mit Menschen sehr schlechte Verknüpfungen gemacht hat, wohl auch verbunden mit seinen Sehnenrissen und den damit verbundenen Schmerzen. Er möchte mit Menschen erstmal nichts zu tun haben. So lief er einfach an der Leine mit, mal hinten, mal etwas vorne. Schnupperte mal kurz im Vorbeigehen an der Hand, konnte aber auch da keine Leckerli nehmen, auch keine auf den Boden geworfenen. Auf direkte Annäherung, längeres Anschauen oder Ansprache reagiert er mit Meideverhalten und Rückzug. Nicht panisch, einfach so, dass sein Sicherheitsabstand gewahrt bleibt. Ähnlich wie Pauline damals bei den allerersten Spaziergang in meiner Anwesenheit. Umweltängste (Autos, Motorräder, etc.)  zeigt Taco keine, es sind wirklich die ‘Menschen’, die ihm Mühe machen.
 
Taco ist ein sensibler Hund, der einfach erst wieder die Sonnenseiten des Lebens entdecken muss. Interessenten sollten sich bewusst sein, dass es vielleicht auch etwas länger gehen kann, bis Taco auftaut. Vor allem bei fremden Personen, seine direkten Bezugspersonen wird er ziemlich schnell ins Herz schliessen, wobei er mit Männern mehr Probleme als mit Frauen hat. Wer kann ihm das verdenken ? Prognosen über die Entwicklung von diesen scheuen, misstrauischen Hunden sind immer sehr schwierig, weil das sehr vom Umfeld und Geschick der neuen Menschen abhängig ist. Nur so viel, ein ruhiges Umfeld mit wenig ‘Laufkundschaft’ und eventuell auch einem souveränen Ersthund wäre sicher wünschenswert.
 
Ich bin jedenfalls gespannt wie er sich bis zu meinem nächsten Besuch machen wird !  
Grüessli
Elke