Hundepension "Grisette"
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   Serena befand sich auf einer Pflegestelle, bis ein neues Zuhause gefunden wurde.
05. Dezember 2018: 1 1/2 Wochen Serena, resp. George und Serena


Name:                     Serena
Geboren:                06.06.2016
Rasse:                    Galgo espanol

Geschlecht:           Hündin kastriert
Grösse:                   62 cm

September 2018 Vorstellung von Serena :
Serena befindet sich zur Zeit noch in unserem spanischen Partnertierheim Galgo Freedom. Sobald wir einen Flugpaten gefunden hat, darf sie in die Schweiz reisen. Hier der Bericht aus Spanien zu ihrer Geschichte:
SERENA wurde bei einer Polizeiinspektion gefangen. Einige Galgos hatten Mikrochip und wurden den Besitzern übergeben, aber SERENA hatte keinen Mikrochip so wir übernahmen sie und sie hat der Chip auf unseren Namen. Sie war am Anfang sehr verängstigt wegen der ganzen Situation aber hier zu Hause hat sie sich wunderbar eingelebt und ist lieb und sehr verschmusst. Sie ist gut mit  anderen Hunden und sie ist eine sehr einfache, problemlose, kleine Hündin. Sie ist stubenrein. Sie braucht einen Garten und Hunde-Kumpel so dass sie spielen kann.


     

Serena wird, sobald sie in der Schweiz angekommen ist, Besuch bekommen von George und seinem Frauchen Elaine, mal schauen, ob der Funke bei allen überspringt und sie dann bei "Schorsch" einziehen darf .

05. November 2018 Serena zieht schon bald um :
In der Zwischenzeit ist Serena wohlbehalten in der Schweiz angekommen, durfte direkt auf eine Pflegestelle umziehen und hatte auch bereits Besuch von George und seinem Frauchen Elaine. Und nun darf Serena schon sehr bald ins Berner Oberland umziehen, wir freuen uns sehr für alle Beteiligten . Danke auch an Pflegefrauchen Anjanee für deinen tollen Einsatz und die tolle Zusammenarbeit !

05. Dezember 2018  Erste News aus dem neuen Zuhause :
Nun lebt Serena schon einige Zeit zusammen mit George im schönen Berner Oberland. Hier die ersten News aus dem neuen Zuhause:
18.11.18:
1 1/2 Wochen Serena, resp. Serena und George:
Liebe Sandra  
Gestern vor zwei Wochen machten George und ich uns auf in Richtung Zürich, wo wir Serena kennen lernen durften. Serena war bei Anjanee auf einem wunderbaren Pflegeplatz untergebracht und verbrachte ihre Zeit dort mit tollen Vierbeinern, u.a. Anjanee's liebem Sid und der quirligen Twiggy
Ich fand es sehr gut, dass wir uns auf einen Spaziergang trafen, wo nicht nur George und Serena gemeinsam unterwegs waren, sondern auch noch andere Hunde dabei waren. So konnten wir sehen, ob die beiden tatsächlich Interesse aneinander hatten und wie sie sich entscheiden, wenn noch andere "zur Auswahl“ für gemeinsame Unternehmungen stehen.

Aber was wir sahen, gefiel uns beiden sehr gut. Kaum unterwegs, stubste Serena den George bereits fröhlich in die Seite und die beiden machten sich auf für ihr erstes gemeinsames Schnüffelerlebnis. George war total ausgelassen und er strahlte übers ganze Gesicht, weil er mit so vielen Windigen unterwegs sein konnte. Immer wieder ging er zu Serena und einmal, als die beiden nebeneinander liefen und Serena ihr Geschäft machen musste, blieb George wie selbstverständlich stehen und wartete auf sie. Es fanden viele Interaktionsmomente statt und man konnte sehr gut sehen, dass die zwei sich auf Anhieb sympathisch waren. Mir war gleich klar: Serena gehört zu uns.

Trotzdem liess ich die Eindrücke sacken und schlief auch eine Nacht drüber, aber mein Entschluss war umso fester, dass Serena der ideale Zweithund für uns ist.

So kam es, dass wir uns am 7. November wieder in Zürich trafen, einen erneuten Spaziergang zusammen unternahmen und dann George und Serena in den Bus meines Dad's packten und uns auf die Heimreise in Richtung Berner Oberland machten.

Zuhause dann erkundete Serena neugierig die ungewohnte Umgebung, wo alles u.a. nach George roch. Kaum war die Erkundungstour abgeschlossen und der erste Stress vorbei, erleichterte sich Serena – in der Wohnung. Nicht schlimm, die Pfütze war bald verschwunden und wir legten uns nach einer kleinen Runde durchs Quartier bald schlafen. Da ich von Anjanee wusste, dass Serena auch gerne nachts herum tigert, habe ich die Schlafzimmertüre geschlossen, so dass nur dieser eine Raum zur Verfügung stand. George war ihr da eine grosse Hilfe. Kaum auf seinem Schlafplatz war er auch schon eingeschlafen, war ja schliesslich ein anstrengender Tag gewesen. Serena drehte zwei Runden, hüpfte auf mein Bett, wo sie stehen blieb und doch nicht richtig entspannen konnte, hüpfte wieder runter auf ihren Platz und gut war. Leise rief sie nach ihren alten Freunden, konnte aber liegen bleiben. Sie hat sich in dieser einen Woche bereits sehr an Anjee gebunden. Sie schlief dann aber die ganze Nacht durch bis zum Morgen.

Weil George, der Langschläfer, um 8 noch immer keinen Wank machte, ging ich mit Serena allein hinaus. Sie fand alles so spannend, dass sie kein Geschäft machen konnte. Blickkontakt zu mir hielt sie aber von Anfang an, und so konnten wir die Dinge gemeinsam erkunden und wirklich zusammen unterwegs sein. Ich holte dann nach einer kleineren Runde noch George dazu, der wie ein Weltmeister den ganzen Blaseninhalt aufs Mal von sich gibt, und da konnte auch Serenchen nach einem Platz Ausschau halten und sich erleichtern. Drinnen dann wurde fröhlich gefuttert (Serenchen darf ruhig noch etwas zunehmen…) und von Seiten Serenas auch noch gleich einen Haufen gepflanzt. Tja, so kann es gehen. ;-)

Nach der Mittagszeit wurde Serena spürbar ruhiger, sie konnte immer länger entspannen, ohne gleich aufzuspringen und umher zu wandern. George ist ihr auch da eine grosse Hilfe – liegt er doch oft einfach nur herum und geniesst das süsse Nichtstun. Und auch ihre immer mal wiederkehrenden Rufe nach ihren Lieben hörten auf.

Spannend war zu sehen, wie viele Unterschiede man schon gleich zu Beginn zwischen George und Serena ausmachen konnte: Sie legt sich an Orte nieder, die George nicht einmal aussuchen würde, um sich hin zu setzen, und sie findet es mega toll, ihre Vorderpfoten überall hoch zu stemmen wie eine Bergziege um besser zu sehen und zu erkunden, was da ist. Sei es beim Esstisch, der Ablage in der Küche oder sonst wo. Dieses Thema wird uns wohl noch ein Weilchen beschäftigen. ;-) Immerhin reagiert sie auf kleine Hinweise meinerseits und kommt dann gleich wieder runter.


Und was mich besonders freute: Bereits nach nur einer Nacht durfte Serena zu George aufs Sofa, als der darauf lag. Das durfte bisher noch kein Vierbeiner, der zu Besuch kam


Unsere Spaziergänge beschränkten sich zu Beginn auf das Quartier und den Vitaparcour, der in einem Waldstück zwischen zwei Bächen angelegt ist, in der Hoffnung, dass Serena sich bald gut auskennt und sie dann, wenn es stimmig ist, von der Leine darf um mit George um die Wette zu rennen. Aber erst einmal soll ein Zusammenhalt her, der sich auch in entspanntem Leinenlaufen zeigt. Die beiden machen das ganz toll, wie abgesprochen, Serena meist neben oder etwas vor mir, George hinter mir. Das ist so friedlich und stressfrei, dass ich gleich von Beginn die beiden Leinen oft in nur einer Hand halten konnte. Fast zu schön um wahr zu sein… 

  


Die Nächte sind ruhig, Serena hat ab dem dritten Tag alle ihre Geschäfte draussen verrichtet und George und Serena sind schon so eingespielt zusammen unterwegs, dass ich Serena tatsächlich schon vor ein paar Tagen in dem sicheren Waldstück von der Leine liess. Sie wetzte auch nicht gleich davon (was mir wichtig war), sondern wir erkundeten im Schritttempo die Gegend zusammen, ehe dann ein Rennspiel stattfand. Und da kann ich George 100% vertrauen, der bremst immer alle aus, wenn zu lange ohne Sinn und Zweck herum gerannt wird. Das durfte dann auch Serena erleben, die das aber fröhlich akzeptierte. Und so hatte ich zwei strahlende Galgos vor mir, als sie ihr gemeinsames Rennen beendet hatten und wir uns wieder gemütlich auf den Weiterweg machten. 

Es bringt das Herz wirklich zum Lachen, wenn zwei Windis zusammen rennen können… George geniesst es sehr, nun mit jemandem herum zu springen, der seiner Geschwindigkeitsklasse entspricht (wobei Serena um einiges schneller ist als George, da sie, nicht wie er, die Rute absenkt um an Geschwindigkeit zu gewinnen, während George sich auch im Laufen immer präsentieren muss und die Rute oben ist und er sich somit abbremst).

Eine Neuerung gab es: Während ich es bei George ein ganzes Jahr schaffte, mir mein eines Sofa hundefrei zu bewahren, wurde ich nach Serenas Einzug bereits nach drei Tagen weich… Eine Zeitlang war es dann gar menschenleer, weil sich die zwei so breit machten…


Am vierten Tag spielte Serena bereits ausgelassen mit dem Spielzeug hier. Was für eine Freude! Bei George dauerte das wesentlich länger, wobei das wohl auch wesensbedingt ist. Serena ist allgemein sehr verspielt. 

Serena beobachtet alles mögliche sehr gerne und ausgiebig. Im Unterschied zu George bellt sie auch immer mal wieder. Sei es, weil sie im Dunkeln irgend etwas auf dem Balkon nicht richtig ausmachen kann, oder weil wir zu dritt an einem Hauseingang mit Glastüre vorbeigehen und wir uns spiegeln und sie das Leuchthalsband von Georges Spiegelbild nicht einordnen kann, oder weil sie einen Hund super toll findet und zum Spiel auffordern will, oder… Aber sie hat ein angenehmes Bellen, tief und nicht sehr laut. 

Sie ist etwas schreckhaft, wenn sie sich z.B. bei jemandem neugierig erkundigt und intensiv schnüffelt und sich der Betroffene dabei bewegt, zuckt sie erschrocken zurück. Allerdings erholt sie sich auch schnell und kommt dann wieder schauen.

Weil sie so neugierig ist, ist es manchmal schwierig, auszumachen, ob sie etwas jagdlich interessiert oder einfach so. Katzen z.B. schaut sie sich sehr gerne an, ohne dabei aufgeregt zu werden, sondern eben einfach neugierig, genauso, wenn etwas in einem Busch oder Baum raschelt und sich bewegt. Die Kaninchen, die George ja gleich am ersten Tag entdeckte und in helle Aufregung versetzten, hat sie noch nicht einmal wahrgenommen.

Ein paar lustige Eigenheiten hat Serena auch: Sie findet es ganz toll, saubere, noch nasse Kleidungsstücke, die darauf warten, aufgehängt zu werden, in der Wohnung zu verteilen. Auch fehlt immer mal wieder ein Finken von mir, wenn ich beide nebeneinander abgestellt habe. Oder aber wir sind im Garten der Nachbarin, und sie beginnt, die Blumen aus einem Topf zu pflücken. Was sie auch kann: Licht machen. Ich habe eine kleine Tischlampe, die per Touchsystem funktioniert. Wenn Serena sie mit der Nase anstubst, haben wir Licht. Ah ja, und weil sie ja gerne hochsteigt, schaltet sie auch immer mal wieder die Küchenwaage ein…

Du siehst, uns geht e sehr gut und es macht Spass, zusammen mit zwei Hundis unterwegs zu sein. Wobei ich zugeben muss, dass die Veränderungen mit Einzug des Zweithundes zu meiner grossen Freude (und meinem Erstaunen) sehr viel kleiner sind, als gedacht. Aber wer weiss, vielleicht ändert sich das ja noch. :-)

Auf alle Fälle sind wir sehr glücklich. Serena gehört schon so sehr dazu, dass wir sie auf keinen Fall mehr hergeben oder missen möchten. Hier noch ein lustiges Bild meiner „Glühöhrchen“. :-)



Und ich möchte dir, Sandra, noch einmal von Herzen danken, dass du an Serena gedacht hast, als ich dich bez. Zweithund fragte! Du hattest da zu 100% den richtigen Riecher! :-) Und, Anjanee, danke, dass Serena bei dir einen so schönen Start in der Schweiz haben durfte! 
 
Nun wünsche ich euch allen einen schönen Sonntagabend und viel Freude in der kommenden Woche!  
Liebe Grüsse
Elaine mit George und Serena