Hundepension "Grisette"
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   Seiko - genannt Eiko - befand sich auf einer Pflegestelle in Lenzburg AG, bis ein neues Zuhause gefunden wurde.
23. November 2020: Und dann kam Eiko .........


Name:                     Seiko
Geboren:                ca Juli 2018
Rasse:                    Border Collie (Mischling ?)

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                  ca 50 cm / 18 Kg

August 2020 Vorstellung von Seiko :
Seiko wurde zusammen mit Casio auf einem spanischen Industriegelände gefunden. Beide sind nun in der spanischen Hundepension in Sicherheit.
Sie sind beide noch sehr ängstlich. Gesucht wird ein Zuhause mit Erfahrung mit Angsthunden, von Vorteil auch Kenntnisse der Rasse Border Collie. Eine geeignete Pflegestelle ist ebenfalls willkommen. Es kommt nur ein ländlich gelegener Platz in Frage in einem Haus  mit ausbruchsicherem, eingezäunten Garten.
Hier Impressionen aus Spanien:

Seiko reist Anfang September in die Schweiz, Casio muss noch warten bis wir einen Endplatz oder eine Pflegestelle für Seiko gefunden haben.
Falls Sie Seiko kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause / Pflegestelle geben möchten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Seiko ist
geimpft, gechippt, kastriert, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird bei Einreise verzollt. Er wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 500.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.

11. September 2020 Seiko ist angekommen :
Zusammen mit Lluvia und Fina ist auch Seiko in der Schweiz angekommen und durfte nach kurzem Zwischenstopp im Jura auf eine Pflegestelle in Lenzburg umziehen. Er ist ein sehr hübscher Hund, sieht wie ein Bonsai-Border Collie aus. Allerdings ist Seiko noch sehr ängstlich und es braucht sicher noch sehr lange, bis er vermittelbar ist. Ganz - lichen Dank an Pflegefrauchen Bea, dass du immer da bist wenn man dich braucht. Seiko könnte nicht besser aufgehoben sein als bei euch damit er auf sein zukünftiges Zuhause vorbereitet werden kann.



24. Oktober 2020 Erster Bericht von Seikos Pflegestelle :
Wir nennen Seiko nun Eiko und hier die ersten News von der Pflegestelle:
Anfänglich konnte Eiko keinen Schritt machen, wenn Personen in der Nähe waren : wie paralysiert lag er unbeweglich am Boden, musste zum Versäubern rausgetragen werden, fressen war nur alleine möglich.  
Neue Umgebung, ohne Kumpel, eingesperrt ...  mit nächtelangem Heulen und Bellen musste er seinen Herzschmerz herauslassen.
 
Und nach knapp zwei Monaten : er schläft mit seinem neuen Freund im Schlafraum, kann Tag und Nacht raus – ganz selten muss er dem bellenden Fuchs in der Nacht antworten, sonst schläft er friedlich.
Ein aufgestellter, fröhlicher, neugieriger Junghund, der unheimlich schnell lernt ! Doch dies zeigt er nur, wenn keine Menschen in der Nähe sind ... er ist immer noch sehr misstrauisch Personen gegenüber, er lässt sich (noch) nicht anfassen, Druck verträgt er überhaupt nicht.
 
Nun ist er soweit, dass er sich entfernt, wenn man ihm zu nahe kommt – er erstarrt nicht mehr, sondern findet selber eine Lösung – ein riesiger Fortschritt !!  
Und er macht ein Freudentänzlein, wenn ich mit dem Essen komme, und manchmal beginnt er zu fressen, bevor ich weg bin – auch hier ein grosser Fortschritt !
 
Bei Angsthunden kann man nie im voraus sagen, wie weit sie sich auf unsere Welt einlassen werden ;  ich bin überzeugt, dass Eiko mit der nötigen Zeit auch die letzte grosse Hürde meistern wird – dem Menschen vertrauen.

06. November 2020 Eiko ist umgezogen :
Für Eiko ein passendes Zuhause zu finden war fast wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen zu finden.....Dank der Zusammenarbeit mit Anita von Border Homeless ist dies gelungen und wir freuen uns sehr darüber. Ganz  - lichen Dank Anita für die Vermittlungshilfe. Und nochmals ein DANKESCHÖN ans ehemalige Pflegefrauchen Bea !
Eiko lebt nun mit einer Borderhündin namens Juno - ebenfalls aus dem Tierschutz - zusammen, sein neues Frauchen ist zudem selber Hundetrainerin.

23. November 2020 ………und dann kam Eiko :
Wir hatten bisher immer mehrere Hunde. Doch nun war Juno alleine, nachdem wir vor 9 Monaten unsere geliebte Jay an den Krebs verloren hatten. Eigentlich war unser Leben im Moment gemütlich und geordnet. Es hat durchaus auch seine schönen Seiten, nur mit einem Hund unterwegs zu sein. Für Juno war es auch absolut ok, die Mitte des Universums für uns zu sein. Wir wollten also im Moment keinen zweiten Hund. Und wenn, dann dieses Mal nicht wieder einen aus dem Tierschutz. Ein Welpe wäre doch auch mal schön… 
 
…und dann kam Eiko.  
 
Es gibt sie, diese magischen Momente. Du blickst in Hundeaugen und sie sehen dir direkt in dein Herz. Und dort, ganz tief in deinem Herzen, hinterlassen sie einen Pfotenabdruck. Und von diesem Moment an musst du immer und immer wieder an dieses Hundewesen denken, dass irgendwie schon einen fixen Platz in deinem Leben eingenommen hat. 
 
Also sind wir zur Pflegestelle von Eiko gefahren und haben uns den tapferen Buben angeschaut. Mehrmals, alle zwei Tage sind wir hingefahren und haben mit ihm Zeit verbracht. Gleichzeitig haben zu Hause die Umbauarbeiten im Garten begonnen. Da man Eiko nicht anfassen kann, mussten wir unseren Garten absolut ausbruchssicher machen.  
 
Wir haben Eiko also zu uns geholt. Es ist traurig einen Hund so zu sehen. Er ist gefangen in seiner Angst. Er weicht jedem Blick und jeder Bewegung aus. Er beobachtet alles aus der Ferne. Wir beschliessen ihn komplett zu ignorieren. Die ersten Tage kann er nichts Fressen. Er steht vor dem gefüllten Napf, ist aber wie gelähmt. Erst nach 4 Tagen beginnt er zu Fressen und inzwischen frisst er mit Freude und macht sich auch über Kauartikel her, die er am Anfang auch komplett ignoriert hat.  
 
Er orientiert sich sehr an unserer Hündin Juno. Wenn wir sie in den Garten lassen, geht er mit. Wir haben zum Glück im Moment eine stabile Schönwetterphase, so dass wir viel Zeit mit den Hunden im Garten verbringen können. Spazieren gehen ist mit Eiko im Moment noch undenkbar. 
 
Inzwischen ist Eiko knapp zwei Wochen bei uns. Er ist etwas sicherer geworden. Wir können nun meist an ihm vorbei gehen, ohne dass er jedesmal aufsteht und weg geht. Wir ignorieren ihn immer noch weitgehend. Wir lassen ihm Raum und bedrängen ihn nicht.  


 

 
Wir fangen nun langsam an, ihn an die Leine zu gewöhnen. Das Anlegen der Leine braucht sehr viel Geduld und Zeit und ist für ihn jedes Mal mit Stress verbunden. Es klappt von Tag zu Tag etwas besser. Wir sind am Anfang nur bis ans Ende unseres Grundstücks gegangen und wieder zurück. Er hat sich alle paar Meter hingelegt und wir haben ihm Zeit gelassen, bis er wieder den Mut gefunden hat einige Schritte weiter zu gehen. Wir haben uns jedes Mal ein klein wenig weiter vorgewagt, so dass wir nach drei Tagen zum ersten Mal ca. 30 Minuten im Wald waren, der direkt an unser Grundstück grenzt. Er ist interessiert und hat sich das erste Mal draussen unterwegs versäubert. Auch hier ist uns unsere Hündin Juno eine grosse Hilfe. Wenn sie freudig und selbstsicher weiter geht, geht er mit.  
 
Wir üben täglich weiter. Wir haben noch einen ganz langen Weg vor uns und wir hoffen, dass er langsam das Vertrauen zu uns aufbauen kann. Dann können wir seinen grossen Rucksack Stück für Stück auspacken und die Aufgaben zusammen meistern.  
 
Eiko - schön, dass du da bist.