Hundepension "Grisette"
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   Zen befindet sich bei uns in der Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird.
 
18. Juni 2026 : Trainingstag mit Zen und neue Videos


Name:                     Zen
Geboren:                26.02.2025
Rasse:                    Deutscher Schäferhund

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                 
(im Wachstum)

November 2025 Vorstellung von Zen :
Zen befindet sich zurzeit noch in der spanischen  "Protectora de animales ARCA". Er reist im November zu uns in die Schweiz auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Hier seine Vorgeschichte:
"Zen und sein Bruder Zian wurden von einem älteren Herrn abgegeben, der uns um Hilfe bei der Kastration seiner Hündin und der Vermittlung zweier Welpen bat. Wir vermittelten ihm einen Tierarzt, und nachdem die Mutter kastriert war, nahmen wir die beiden Welpen mit nach Hause. Sie sind sehr zutraulich. Anfangs beobachten sie einen erst einmal ein paar Minuten, kommen dann aber neugierig auf einen zu und beschnuppern einen. Lässt man ihnen etwas Freiraum, spielen sie innerhalb von zehn Minuten mit einem, als würden sie einen schon ewig kennen. Sie sind jung, fröhlich und verspielt. Sie lieben es, im Garten herumzutoben und mit anderen Hunden zu spielen. Sie sind aktiv und immer zum Spielen bereit".

  
 
Falls Sie Zen kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause geben möchten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Zen
ist geimpft, gechippt, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird bei der Einreise verzollt. Er wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 600.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.


25. November 2025 Zen ist angekommen :
Letzten Samstag ist Zen bei uns im Jura angekommen. Noch ziemlich "durch den Wind" und gestresst, sicher auch von der Reise.

In der Zwischenzeit ist er bereits ein bisschen aufgetaut und ruhiger geworden.

Er wird noch viel Zeit brauchen und vieles / alles lernen müssen. Wir sind aber sicher, dass er bei den richtigen Menschen ein toller Hund werden wird. Wir suchen für in ein ländlich gelegenes Zuhause bei Schäfi-Fans, er wird nicht in ein städtisches Umfeld vermittelt.

04. Januar 2026 Fotoshooting und Trainingstag :
Zen fängt an Spass am Leben zu haben. Auch wenn es noch dauern wird, bis er dem Menschen wirklich traut, macht er gute Fortschritte. Sehr froh sind wir, dass er, auch wenn er unsicher ist, nie nach vorne geht.
Fotos November 2025, Videos Dezember 2025:


Natürlich durfte Zen auch am Fotoshooting vom 27.12.25 teilnehmen, danke Sibylle von luova fotografie fürs vorbeikommen und die tollen Fotos :



 
Letzten Sonntag kam Elke vorbei für einen Trainingstag, hier ihre Einschätzung zu Zen :

Sandra bat mich auch um eine Einschätzung zu Zen und ich war schon sehr gespannt auf den jungen Schäferrüden. Was ich extrem positiv an Zen finde, und das sah man auch schon auf Videos von Sandra, dass er nie ins Aggressionsverhalten geht, auch wenn er sehr unsicher und scheu ist. Sandra liess ihn zu mir in den grossen Auslauf und er trabte erst mal an mir vorbei und blieb dann stehen und schaute mich an. Er hat einen sanften ruhigen Gesichtsausdruck, abwartend. Er bleibt einfach auf Distanz, kein Verbellen nichts. Auf das Hänsel und Gretel Spiel, bei dem ich zuerst einfach Leckerli werfe, die er hinter mir aufsammeln kann und dann einzelne fallen lasse und er so hinter mir herläuft, kann er sich sehr gut einlassen. Das ist doch schon mal super, dass er in Anwesenheit von einer ihm total fremden Person überhaupt Futter nehmen kann. Zen war dann auch immer in der Nähe von Sandra und mir, er hätte auch irgendwas anderes machen können, da er ja frei war. Er reagiert sehr gut auf freundliche und motivierende Ansprache und ich konnte sogar ein Blick für Leckerli Spiel mit ihm machen. Das Leckerli kam nur, wenn er mit mir Blickkontakt aufnahm. So wurde dann auch die Distanz zu mir rasch kleiner und war am Schluss dann etwa ein halber Meter.
So nett, das jetzt klingen mag, Zen ist ein sehr scheuer und ausweichender Hund. Im Moment erträgt er noch keine Einschränkung durch eine Leine, wie er auf Autos und andere Reize draussen reagiert ist schwierig einzuschätzen. Er ist sicher reizarm aufgewachsen, aber nicht depriviert. Man kann mit ihm sicher noch eine Weile nicht 'normal' spazieren gehen. Das heisst, es muss zwingend ein sicher eingezäunter Garten zu seinem neuen potentiellen Zuhause gehören. Wir gehen davon aus, dass er noch nie in einem Haus gelebt hat. Ich sehe ihn in einem Ein- oder Zweipersonenhaushalte, keine Kinder, wenig Besuch, eventuell ein bombensicherer freundlicher Ersthund.
In den richtigen Händen kann sich Zen zu einem tollen Hund entwickeln, da er jetzt so wirklich gar kein Aggressionsverhalten zeigt, sollte man das hüten wie einen Schatz und ihm keinen Anlass dazu geben, diese Strategie für sich zu entdecken. Dieser Hund ist sicher eine Herausforderung und wird Zeit, Geduld, Verlässlichkeit, Nachsicht und Hartnäckigkeit fordern, aber ich bin sicher, er ist jede Anstrengung wert. Was er aber ganz sicher nicht braucht, ist eine harte Hand oder jemanden der Kadavergehorsam einfordern möchte.
Ich hoffe, die paar Zeilen konnten da draussen jemanden motivieren, der sich vorstellen könnte, diese Herausforderung anzunehmen. Zen ist noch so jung, und eigentlich hat er noch ein ganzes Hundeleben vor sich.

Mit Feriengast Chiva haben wir zurzeit sehr passende Gesellschaft für Zen, die Beiden verstanden sich auf Anhieb :
Hoffen wir, dass unser Wunsch fürs 2026 bald in Erfüllung geht und wir das richtige Zuhause für Zen finden. Wie Elke oben bereits erwähnt hat, suchen wir ein hundeerfahrenes Zuhause, zwingend mit eingezäuntem Garten und direktem Zugang zum Wohnbereich.

28. März 2026 Wir suchen noch immer die Nadel im Heuhaufen :
Noch immer ist leider kein Zuhause für Zen in Sicht. Würde man Zen fragen was er braucht um glücklich zu sein, würde er wohl in etwa antworten:
"Ach weisst du, ich brauche dazu eigentlich nicht viel. Ein Garten mit Zaun, wo ich mich nach Belieben aufhalten kann. Jederzeit Zugang zu meinem Bettchen im Haus meiner Menschen, wo ich meinen zukünftigen Zweibeinern zuschauen könnte, was immer sie auch tun. Und jaaaa, natürlich was feines zu fressen jeden Tag, du weisst ja, wie gerne ich das haben".




Nun ist es halt aber leider so, dass sich das, was Zen sich vorstellt, nicht so ganz mit der Erwartungshaltung eines Menschen vereinbaren lässt. Wir Menschen denken doch, dass tägliche Spaziergänge unbedingt sein müssen. Hundesport, den Hund möglichst immer dabeihaben / mitnehmen.
Und das ist - mindestens zurzeit - leider noch in weiter Ferne was Zen betrifft. Hier gilt mehr denn je das Motto "den Hund Hund sein lassen". Denn nach wie vor bekommt er Panik, wenn er angeleint wird. Er fängt an wie wild in die Leine zu beissen und ist sehr gestresst. Woher diese Angst kommt, wissen wir nicht, er muss damit etwas für ihn sehr schlimmes verknüpfen.
Ansonsten ist er so ein toller Hund, zeigt nie Aggression, auch nicht wenn man ihn zB fürs Ohren putzen oder sonstiges Handling "bedrängen" muss. Bitte es muss doch irgendwo jemanden geben, der ihn nimmt wie er ist......
Er kommt jetzt manchmal auch schon zum Menschen und fängt an, die Streicheleinheiten zu geniessen. Wir sind sicher, dass er in einem eigenen Zuhause bei jemandem, der ihm mehr Zeit geben kann um ihn zu fördern, weiter gute Fortschritte machen wird.

18. Juni 2026 Trainingstag mit Zen und neue Videos :
Beim Trainingstag Ende April war auch Zen wieder mit von der Partie, hier Elkes Bericht dazu :
Bei meinem Besuch vom 26.4. bei Sandra stand auch wieder ein Wiedersehen mit Zen auf dem Programm. Ich hatte den Eindruck, dass Zen immer noch sehr gestresst bei meiner Anwesenheit war. Zeigen tut sich das in grosser Unruhe und weiträumigen Ausweichen, er sichert dabei sehr häufig und hat das Verhalten auch kurz auf Sandra übertragen. Er zeigt aber in seinen ganzen Bewegungen kein typisches Angstdisplay, wie etwa stark untergezogene Rute, Stressgesicht oder vermehrtes Hecheln, sondern wirkt insgesamt eigentlich auch locker in den Bewegungen. Ich denke, diese Herumtraben ist auch etwas 'Schäferhund'-typisch. Im Gegensatz zum letzten Besuch vor einigen Wochen kam er aber viel schneller zur Ruhe, legte sich auch mal in unserer Nähe hin und nahm auch gerne die ihm zugeworfene Leckerli. Er kam sogar bis auf Handbreite mit der Nase an das hingehaltene Leckerli, getraute sich aber dann doch nicht es aus meiner Hand zu nehmen. Nach einiger Zeit kam er dann auch wieder auf Zuruf zu Sandra und liess sich von ihr am Hals und Kehle streicheln. Er macht also wirklich auch gute Fortschritte.

Auf dem Video sieht man, wie er ganz vorsichtig das von mir geworfenen Wurststückchen nimmt: Video Wurststückchen.

Sandra's Plan wäre gewesen, dass wir ihn etwas ans Auto gewöhnen, das wir im kleinen Auslauf hingestellt haben. Für den Fall, dass man ihn transportieren müsste. Dieses Unterfangen brachen wir dann ab, da er durch meine Anwesenheit dazu viel zu abgelenkt war. Dafür konnte ich mir aber ein Bild machen, was heisst 'er ist nicht leinenführig'. Zen hat wirklich grosse Probleme eine Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit durch die Leine zu ertragen. Es kommt sofort eine Fluchtreaktion und sobald er merkt, dass er nicht weglaufen kann, findet er noch keine passende Strategie. Zen trägt ein Halsband ohne Probleme, Sandra hat auch schon angefangen das Halsband kurz zu halten. Die nächsten Schritte werden nun sein, dass er sein Geschirr vor dem Fressen angezogen bekommt, damit frisst und es dann wieder abgezogen wird. Er reagiert im Moment auch misstrauisch, wenn Sandra mit Geschirr und/oder Leine kommt. So möchten wir, das Geschirr mit etwas Positivem verknüpfen, ohne dass eine Stresssituation folgt. Das Ziel ist, dass er dann das Geschirr analog zum Halsband auch längere Zeit tragen kann, ohne dass es ihn stört, oder er versucht es durchzubeissen. Als nächsten Schritt wird dann ein kurzes Stück Leine drangehängt, das immer länger wird. Er reagiert nämlich auch auf eine nachschleifende Schleppleine sehr stark, und zwar mit Resignation und Rückzug, wenn er merkt, dass er das Ding nicht los wird. Er wird schnell lernen, dass eine schleifende Leine kein Weltuntergang ist.
Ziel ist, dass er lernt mit einer Einschränkung seines Bewegungsradius ohne grossen Stress klar zukommen. Das wird und muss das Fundament für alle weiteren Trainingsschritte sein. Erst dann kann überhaupt an einer 'Leinenführigkeit', wie man das herkömmlich versteht, gearbeitet werden. 
Zen hat für sich Aggressionsverhalten, Abschnappen oder auch Knurren nicht als Bewältigungsstrategie entdeckt, wir möchten das das so bleibt, deswegen bestimmt er das Tempo des Trainings. Er zeigt bis jetzt, auch nicht unter grossem Stress oder wenn er bedrängt wird, Aggressionsverhalten. Aber er bekommt auch keinen Grund, dies als letzten Ausweg zeigen zu müssen.
 
Zen ist ein schlaues Kerlchen und ist bis jetzt mit seiner Fluchtstrategie immer gut gefahren, nun müssen wir ihm in kleinen Häppchen eine neue bessere und lohnenswertere Strategie präsentieren. Ich würde mir sehr wünschen, dass der 'Nadel im Heuhaufen'-Mensch auf Zen aufmerksam wird und sich ein Leben mit einem etwas komplizierten, aber sehr liebenswerten Schäferhund vorstellen kann. Ich bin sicher, dass er zu einer neuen Bezugsperson, die viel Zeit für ihn hat, schnell Vertrauen fassen wird. 

Und wir geben nach wie vor die Hoffnung nicht auf, dass Zen eines Tages die richtigen Menschen finden wird. Er hätte es so sehr verdient. Hier noch Videoimpressionen der vergangenen Wochen :